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BN zu Neubau des Seniorenheims Sankt Nikola: Mit höherer Bebauung Frei- und Grünflächen erhalten oder sogar dazugewinnen

Zum Neubau des Seniorenheims Sankt Nikola hat sich der BUND Naturschutz (BN) an die Stadtspitze gewandt und für eine hohe Neubebauung als Ersatz für die aufgegebene Nutzung plädiert, die es erIaubt, die vorhandenen Frei- und Grünflächen zu erhalten oder sogar neue dazuzugewinnen.

An Stelle der bisherigen Personalwohngebäude-Flachbauten solle eine flächensparende naturraumschonende mindestens fünfgeschossige verdichtete Bebauung treten und eine -auch energetische- Sanierung des bestehenden höheren Mehrgeschossbaukomplexes erfolgen, der zur bestmöglichen Ressourcenschonung erhalten werden solle.

„Wiedernutzung vorhandener Bausubstanz ist ein zentrales wirksames Element für ein wirklich flächen-, energie- und ressourcenschonendes umweltfreundliches Bauen. Rohstoff- wie Energiesparen geschieht dabei auch durch Wiedernutzung vorhandenen Mauerwerks,“ erklärt 2. BN-Kreisvorsitzender Johann Meindorfer. „Im Idealfall auch von Gebäudedecken bzw. Treppenanlagen, weil ja dadurch unter hohem Energieaufwand gewonnene Baustoffe, ob Ziegel oder Beton entbehrlich, Bauschuttmengen wie Entsorgungsaufwand minimiert werden können“.

Im Rahmen der energetischen Sanierung des Hochhauses Pfauenstrasse 14 böte sich eine wirkliche Chance zur Realisierung der Klimaschutzziele, wenn die energieeffizienteste Energieversorgung mit Ausbau der Kraft-Wärme-Kopplung mittels eines Nahwärmenetzes hierfür sowie für die Gebäude des neuen Seniorenheims Sankt Nikola ausgenutzt würden.

Die Neubauten müssten den Standards für Energiegewinn-, Aktiv-, Plusenergie- oder zumindest Nullenergie- bzw. Autarkhäuser genügen. Die Verwendung von Baumaterialien inclusive Dämmstoffen, bei denen gesundheitliche Bedenken bestehen bzw. für die keine ökologisch vertretbaren sinnvollen Wiederverwertungsmöglichkeiten bestehen wie geklebte geschäumte Kunststoffe, solle dabei ausgeschlossen werden.

Grünflächen- und Bodenschutz durch optimale Flächenressourcenschonung sowie energieeffizienteste Energieversorgung gehörten zu den Grundanforderungen an eine ganzheitliche gesamtökologische neuzeitliche Nachhaltigkeit beim Bauen. „Daran ändern weder die Pandemie noch Putins menschenverachtender und grausamer Krieg in der Ukraine etwas“, betont Meindorfer .

„Gerade und eben wegen der gebotenen Krisenresilienz in der jetzigen Knappheitskrise sind bestmögliche ökologische Standards keinesfalls verzichtbar,“ will der BN-Kreisvize bereits im Vorfeld etwaige Einwände an deren Finanzierbarkeit entkräften.

Sparen an der besten ökologischen Praxis gehe zu Lasten der nächsten Generationen und komme immer teurer als Schadensvermeidung mit tatkräftig beherztem Biodiversitäts- und Klimaschutz.