Bei Bioökonomie Begrenztheit unseres Wohnplaneten beachten und in eine Ökomodellregion einbinden
Natürlich ist es nur legitim, recht und billig, bundesweite Forschungsaktivitäten nach Straubing zu lenken.
Und dass sich das Deutsche Biomasse-Forschungszentrum stärker am Standort Straubing einbringen soll.
Bei der Bioökonomie gilt es jedoch zuvorderst, die Begrenztheit unseres Wohnplaneten zu beachten und Bioökonomieaktivitäten in eine zu schaffende Ökomodellregion Straubing-Bogen einzubinden.
Modellprojekte für Nischenanwendungen von nachwachsenden Rohstoffen und Reststoffen aus Ökoproduktion wären eine grosse aber lohnende Herausforderung, ein lohnendes Politikziel.
Dazu muss „die Politik“ „der Wirtschaft“ die richtigen Rahmenbedingungen setzen.
Durch ein intelligentes steuerndes Steuersystem, das den Energie- und Ressourcenverbrauch verteuert und damit auch die Kosten überflüssiger Transporte auch eine Folge des Überkonsums sind.
Den die Bioökonomie niemals ohne gravierendst eKollateralschäden abdecken kann.
Wirksamer Klimaschutz, Schutz der Biodiversität, Tierwohl und Krisenresilienz erfordern jedoch auch eine deutliche Verbrauchsreduktion.
Die Übernutzung etwa der Waldökosysteme würde der gebotenen Ressourcenschonung sowie auch dem Erhalt der Biodiversität zuwiderlaufen.
Ganz klar gilt angesichts der voll im Laufen befindlichen höchst bedrohlichen Biodiversitäts- und Klimakatastrophe: Alles, was hinter der besten ökologischen Praxis zurückbleibt, verbietet sich von selbst, weil damit die gebotenen Biodiversitäts-, Energiewende- und Klimaschutzziele nicht erreichbar sind.
Wenn man während einer völlig aus dem Ruder laufenden katastrophalen Klima- und Biodiversitätskrise auf Biotechnologie / Bioökonomie / Biobasierte Wirtschaft als Lösungsansatz oder Lösungsweg setzt, dann muss man dazu biodiversitätsfördernde Substrate aus echter Bioproduktion, also gentechnik- und giftfreien ökologisch nachhaltiger Landbewirtschaftung nach den Grundsätzen des kontrolliert ökologischen Landbaus am Ursprung der Produktionskette zum Einsatz bringen.
Alle Produktions- und Verarbeitungsstufen bis zur energieeffizienteren Entsorgung müssen der jeweils besten ökologischen Praxis auch in Bezug auf Energieeffizienz und Schadstofffreiheit entsprechen, sodass sich eine abfallvermeidende, ressourcenschonende und energiesparende Kreislaufführung der Materialien gesundheitlich wie ökologisch unbedenklich darstellen lässt
Auf Substraten aus dem grossflächigen Anbau von nachwachsenden Rohstoffen (NawaRo)
von der landwirtschaftlichen Urproduktion bis zur Grossindustrie aufbauend hingegen lässt sich dies im Hinblick auf die Erreichung der gebotenen Flächenspar-, Biodiversitäts-, Energiewende- und Klimaschutzziele nicht zielgenau leisten, da dort wegen der massiven Trinkwasserschäden als Nebenprodukt der nachwachsenden Rohstoffe aus der agrarindustriellen Intensivlandwirtschaft immense unverantwortbare Kollateralschäden an Gesundheit, Tierwohl sowie den Naturgütern Boden, Wasser und Luft als natürliche Lebensgrundlagen auftreten.
Dies droht angesichts der erforderlichen Mengenausweitung beim Substratanbau bei Nutzung nachwachsender Rohstoffe in mengenmässig höchst bedeutsamen und mithin hochgradig ökologie- und klimarelevanten Produktionssektoren wie Treibstoffe oder Kunststoffe noch verschärft zu werden-
Letztere wären dann zudem mit dem Makel der massiven Trinkwasserschäden als Nebenprodukt der nachwachsenden Rohstoffe aus der agrarindustriellen Intensivlandwirtschaft behaftet.
Vor dem Rollout in die Fläche bzw. einem breiten Markteintritt mit „biobasierten“ Produkten muss jedenfalls jedoch noch eine zumindest abschätzende gesamtökobilanzielle Bewertung erfolgen. Dies auch damit für reine Pseudolösungen keine Empfehlungen benannt und ausgesprochen und keine Förderungen vergeben werden.
Das gilt auch für das Beispiel der „biobasierten Kunststoffe“ („Bioplastik“) das eindrücklich zeigt, wie durch undifferenzierte Empfehlungen von unausgegorenen Pseudolösungen als Alternativen neue Probleme geschaffen werden.
Diese bauen sich während der Rotte meist nicht vollständig ab. So verrotten oder vermodern die „Biotüten“ oft gar nicht vollständig. Wenn diese mangels deutlicher Kennzeichnung oder Sorgfalt durch Fehlwürfe in die Getrennterfassung von Post-Consumer-Kunststoffverpackungsabfällen und ins PE-Recycling gelangen, gefährden sie ein hochwertiges Kunststoff-Recycling. Genau diese Getrennterfassung und sortenreine stoffliche Verwertung ist von zentraler Wichtigkeit für gut verwertbare Kunststoffabfälle.
Mit „Bioplastik“ vermischte Kunststoffverpackungsabfälle landen dann in der Müllverbrennung, wo aus ihnen der Brennwert, nicht aber ihre innewohnende Herstellungsenergie rausgeholt werden kann.
Zudem schleppen „Bio- Plastikverpackungen“ einen untragbaren ökologischen Rucksack mit sich herum: Die sogenannten „Bio-Plastiktüten bzw. -verpackungen“ haben wie „Biogas“, „Biokraftstoffe“ (Agrosprit) ein gravierendes Herkunftsproblem: es stammen eben die dafür verwendeten „nachwachsenden Rohstoffe“ gerade nicht bzw. fast nie aus dem energiesparenden und klimaschonenden kontrollierten Bio- (=Öko-) Landbau. Der Begriff „Bio“ ist leider nur für Lebensmittel per EU-Verordnung geschützt, wird aber, weil aus diesem Sektor zu Recht positiv belegt, in den Bereichen, für die der Schutz nicht gilt, auch oft als „Pseudo-Bio“ verwendet. Fast schon missbraucht, so auch für „Bio- Plastikfolien“, deren Herstellung mit einem echten „Bio“-Produkt rein gar nichts zu tun hat. Genau deshalb, weil die dafür verwendeten „nachwachsenden Rohstoffe“ aus der industriell-intensiven Landwirtschaft mit den dort üblichen Dünger- und Chemikalien-/Pestizideinträgen – hergestellt wiederum mit hohem Energieaufwand - stammen, können sie keine bessere Ökobilanz als Kunststoff auf Erdölbasis aufweisen. Wenn man mit ihnen eine bessere Ökobilanz erreichen will, müsste ihre Herstellung nach den Grundsätzen des ökologischen Landbaus als gesundheits-, klima- und umweltverträglichster und damit zukunftsfähigster Form des Landbaus erfolgen. Damit nicht durch den Austausch von erdölbasierten herkömmlichen Plastikverpackungen gegen „Bio- Plastikverpackungen“ die bekannten Probleme wie der Verlust an Artenvielfalt, schleichende Entwertung und Verunreinigung von Boden, Grund- und Trinkwasser durch Dünger- und Chemikalien-/Pestizideinträge auch noch verschärft werden. Solange dies nicht der Fall ist, sind sie keine zu empfehlende Alternative.
Diese ökologischen Anforderungen und Notwendigkeiten zu Biotechnologie / Bioökonomie gelten auch für Förderprogramme mit Projektförderung von Einzelmassnahmen oder Versuchsanlagen.
Ziel des Landesprogramms BioRegio 2030 ist es ja, dass 30 Prozent der landwirtschaftlichen Flächen in Bayern im Jahr 2030 ökologisch bewirtschaftet werden. Gleichzeitig setzt es auf eine Stärkung von Absatz und Nachfrage. Auch um diese Ziele zu erreichen, ist gerade die in Aufbauarbeit befindliche Biotechnologie / Bioökonomie / Biobasierte Wirtschaft hierauf auszurichten.
Begleitend zu Versuchsabläufen braucht es daher ökobilanzielle Bewertungen für den Anbau nachwachsender Rohstoffe, für umweltbezogene Anforderungen auch an den Herstellungsprozess und alle Stufen im Lebenszyklus der Produkte bis hin zum Entsorgungsprozess mit dem Ziel der jeweils besten ökologischen Praxis auch in Bezug auf die Energieeffizienz.
Mit zweit- und drittbesten „Lösungen“ müssen, brauchen, können und dürfen wir uns nicht mehr begnügen, wenn wir der Klima- und Biodiversitätskrise wirklich wirksam begegnen wollen.
Nur noch die dem Klimaschutz und gleichzeitig dem Schutz der Biodiversität und gemeinschaftsdienlichen Technologien und in der Folge Produkte nach bester ökologischer Praxis dürfen zum Zuge, zum Einsatz kommen, nicht eben die zweit- und drittbesten „Lösungen“
Gerade beim Aufbau eines „biobasierten“ Wirtschaftszweiges, der auf Biotechnologie / Bioökonomie fussen soll, sind das unabweisbare ökologische Erfordernisse und Notwendigkeiten
Ganz klar gilt: Alles, was hinter der besten ökologischen Praxis zurückbleibt, verbietet sich von selbst, weil damit die gebotenen Flächenspar-, Biodiversitäts-, Energiewende- und Klimaschutzziele nicht erreichbar sind.
Und Ressourcen- sowie Energiesparen muss ganz oben auf der Agenda stehen, damit der verbleibende Restenergiebedarf ökologisch abgedeckt werden kann.
Zur Energiewende sind zuallervorderst ansehnliche Beiträge zum Energiesparen und zur Erhöhung der Energieeffizienz gefordert. Das hat allerhöchste Priorität und dann ist der verbleibende Restenergiebedarf so ökologieverträglich wie möglich zu decken.
Auch alle Versprechungen und suggerierten Hoffnungen auf die Wasserstofftechnologie dürfen nicht dazu verleiten, ambitionierte Schritte zum Ressourcen- sowie Energiesparen in allen Bereichen hintanzustellen
Die Endlichkeit unserer natürlichen Ressourcen, die Begrenztheit des Planeten und somit die begrenzte Belastbarkeit des Naturhaushaltes, können auch diese Technologien nicht aufheben; Ihre Nutzung, vor allem im derzeitigen Übermass an Energie- und Rohstoffhunger unserer Gesellschaft, ist immer mit Kollateralschäden an unseren natürliche Lebensgrundlagen behaftet.
Weiterwirtschaften unter dem neuen Titel Bioökonomie mit Rohstoffen aus der agrarindustriellen Intensivlandwirtschaft, wodurch ja auch schon durch die dafür nötigerweise steigenden Rohstoffmengen die bekannten Probleme wie der Verlust an Artenvielfalt, schleichende Entwertung und Verunreinigung von Boden, Grund- und Trinkwasser durch Dünger- undChemikalien-/Pestizideinträge noch weiter verschärft werden, geht gar nicht mehr an.
Solange ihre Herstellung nicht durchgängig an die beste ökologisch-nachhaltige Praxis nach den Grundsätzen des ökologischen Landbaus gekoppelt ist, sind sie keine zu empfehlende Alternative.
Auf mit hohem Energieaufwand hergestellten erdölbasierten Pestiziden und Dünger, kann keine echt ernstgemeinte Bioökonomie basieren.








