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BN: Windkraft-Debatte durch Heben von Energiesparpotentialen entschärfen - Kündigung der DB Cargo-Mülltransporte konterkariert Verkehrswende

BN:  Windkraft-Debatte durch Heben von Energiesparpotentialen entschärfen - Kündigung der DB Cargo-Mülltransporte konterkariert Verkehrswende

 

Kreisvorsitzender Andreas Molz konnte bei der Vorstandssitzung des BUND Naturschutz am Montag über die Kündigung der Bahn-Restmülltransporte des ZMS nach Schwandorf seitens DB Cargo nur den Kopf schütteln. Es sei völlig unverständlich, dass ein bundeseigenes Unternehmens eine Verkehrsverlagerung von der Schiene auf die Strasse durchführen will.„Die Politik muss mit einem ökologisch-sozialen Steuersystem dafür sorgen, dass sich die Verkehrsverlagerung auf die Schiene rentiert und nicht umgekehrt.

Immerhin müssen sich die Speditionen seit ein paar Jahren durch die  Maut an der Finanzierung der Autobahnen beteiligen. Aber die Einnahmen reichen nicht einmal aus, um die Strassenbaukosten zu decken“, so Molz.

Für den 2. BN-Kreisvorsitzenden Johann Meindorfer dokumentiert die Kündigung der Bahn-Tochter zudem ein jahrzehntelanges Politikversagen mangels ökologisch-sozialer Kostengerechtigkeit nicht nur im Verkehrssektor.

Bayerns Bau- und Verkehrsminister Christian Bernreiter hätte sich schon der Verlagerung von der Schiene auf die Strasse von Marklkofen nach Burgkirchen entgegenstemmen und längst dafür Sorge tragen müssen, dass die Restmülltransporte des ZAW Donau-Wald nach München per LKW auf die Schiene verlagert werden.

Bernreiters und der CSU Streichung des Holzbauförderprogramms sieht der BUND als verfehlt an. „Holz ist eine wertvolle Ressource, die verstärkt im Hochbau genutzt werden soll“. 

Der Einsatz von Holz müsse vorrangig stofflich auf langlebige Produkte fokussiert werden, wie Wärmedämmstoffe, wie energetische Sanierung und Bau von Plus-Energie-Häusern, wie langlebige Zimmerer- und Schreinerei-Produkte

„Gebäude in Holzbauweise könnten der Einstieg in eine vernünftige Kaskadennutzung von Holz sein, die anstelle von Ziegel und Zement /Beton viel Energie und CO2-Ausstoss einspart,“ warf Meindorfer dazu ein.

In bodennahen oder Feuchtebereichen sowie bei besonderen technischen Anforderungen werden ohnehin weiterhin mineralische Baustoffe zum Einsatz kommen. 

„Da und im mengenmässig höchst relevanten Tiefbau gilt es aber, den konsequenten Einsatz von Recyclingbaustoffen zu forcieren.“

Der Subventionsabbau muss woanders starten, z. B. bei Dienstwagenprivileg und den Privilegien im deutschen Luftverkehr wie Ausnahmen bei Kerosinsteuer und Mehrwertsteuer auf Auslandstickets, so Kreisvorstandsmitglied Tobias Westenhuber. 

„Die Windkraft-Debatte muss man durch entschiedenes Energiesparen entschärfen. Das muss sich rentieren und nicht weiter das Verschwenden von Ressourcen und Energie. 45 Prozent Einsparung in der Produktion sind möglich“, zitiert Meindorfer die Demofabrik ETA an der TU Darmstadt.