Neuer Rundwanderweg im Zeichen der Libelle

13 Infotafeln rund ums Eglseer Moos möchten auf die Wunder der Natur aufmerksam machen und den Menschen Umweltschutz näherbringen.
Initiiert und finanziert wurde dieses Projekt von Prof. Carl Christian Beckmann von Gut Eglsee, der 13 verschiedene Vereine, Verbände und Institutionen für seine Idee des ca. 4 km langen Rundwanderweges gewinnen konnte. An 13 verschiedenen Stationen, können sich die Spaziergänger auf Schautafeln über zahlreiche Umwelt- und Naturschutzthemen informieren.
Bereits seine Vorfahren, erzählte Prof. Carl Christian Beckmann, ließen Bäume und Baumgruppen in ihren Feldern oder Wiesen stehen, obwohl die Felder optimaler ohne sie genutzt hätten werden können. Bei der Eröffnung dieses Naturlehrpfades war der Schatten den diese alten Pappeln und Eichen an diesem heißen Tag spendeten sehr willkommen.
Die kleinen Täfelchen, welche den Rundwanderweg markieren tragen als Zeichen eine Libelle.
Auch die große Schautafel, die unsere BN Kreisgruppe gestaltet hat, befasst sich mit dem Thema Libellen. Wasser ist das zentrale Thema erklärt Andreas Molz bei der Präsentation der Infotafel. Was wir in diesem Hitze- und Dürresommer schmerzlich erfahren. Moore spielen beim Regenrückhalt und der Speicherung von Wasser in der Landschaft eine zentrale Rolle. Die Libelle steht, als wassergebundenes Lebewesen, stellvertretend als Beispiel für die Lebensräume am und im Wasser. Der BN möchte nicht nur diese faszinierenden „Edelsteine der Lüfte“ den Spaziergängern näherbringen, sondern auch die Bedeutung von Nasswiesen oder Niedermooren, und deren Vernetzung entlang von Bachläufen, wie hier im Moosgraben, im sonst sehr stark ackerbaulich genutzten Gäuboden.
Auch Oberbürgermeister Pannermayr freute sich über dieses gelungene Projekt und das Engagement aller Beteiligten, welches zur Erholung und zur Information aber auch zur Biotopvernetzung einen wichtigen Beitrag leistet.
Ebenso stellte Dr. Christian Stierstorfer vom LBV, einige ausgewählte Vogelarten, wie z. B. das Rebhuhn oder den Wiedehopf als Stellvertreter, für in der Agrarlandschaft selten gewordene Arten vor und betonte ebenso den Stellenwert der Vernetzung von Biotopen, um nicht nur einzelnen ausgewählten Arten zu helfen, sondern die Habitate für alle Arten zu verbessern.
Vier große Übersichtstafeln mit einer Bank stehen bereits, alle übrigen Infotafeln werden nach dem Gäubodenvolksfest vom Bauhof aufgestellt.
Am Sonntag den 20. September, wird es eine Rundwanderung um das Eglseer Moos mit der BN Kreisgruppe geben. Auf der Exkursion werden Andreas Molz, BN Kreisvorsitzender, Prof. Henning Böckemeier-Beckmann und Prof. Carl Christian Beckmann viele spannende Einblicke rund um die Natur im Eglseer Moos geben.








