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Das Eglseer Moos: „ein Gewinn für Alle“

Neuer Libellen-Rundwanderweg soll Begeisterung für den Naturraum Moor wecken

 

Beinahe 80 Menschen lockte die Einladung der BN-Kreisgruppe Straubing-Bogen zur Exkursion rund ums Eglseer Moos. Durch die Nähe zu Ittling und wegen der Lage am Fahrradweg waren viele zu Fuß oder mit dem Fahrrad gekommen.
Wir waren überwältigt und natürlich auch sehr erfreut, dass die Vorstellung des neuen Rundwanderweges auf so großes Interesse stieß.

Eingangs wies der Kreisvorsitzende des BN, Andreas Molz, darauf hin, dass der Rundweg mit seinen 13 Informationstafeln von Carl Christian Beckmann initiiert und finanziert wurde und auch die Koordination der vielen Partner, wie BN, LBV, Stadtgärtnerei, Umweltamt, Bauernverband, Wasserwirtschaftsamt u. a. übernommen wurde.

Bereits vorangegangene Generationen der Familie Beckmann hatten ein Bewusstsein für den Naturraum Eglseer Moos und erhielten diese Flächen in naturnahem Zustand.
Beste Voraussetzung, um mit Flächen der Stadt Straubing heute einen vielfältigen Biotopverbund zu bilden, welcher sich entlang des Moosgrabens bis hin zur Donau erstreckt.

Andreas Molz leitete die Exkursion und erläuterte zusammen mit Carl Christian Beckmann und Henning Böckemeier-Beckmann an den 13 Infotafeln die Besonderheit dieses Gebietes.

Eine sehr wichtige Rolle spielt die Vernetzung von Biotopen, damit Arten wandern können und Populationen nicht verinseln. Denn viele Arten haben keinen großen Wanderradius, so können schon 40 Meter zwischen zwei Habitaten eine unüberwindliche Barriere darstellen.

Auch haben Moore gerade in Zeiten der Klimakrise eine wichtige Funktion, nicht nur als CO2 Speicher sondern auch als Wasserretention, was sowohl bei Hochwasser oder bei Starkniederschlägen als auch bei Dürre eine regulierende Wirkung hat. Es sollten mehr solcher Flächen zur Verfügung stehen betonten Molz und Beckmann.

 

Mit unterschiedlichen Maßnahmen, z. B. der Anlage von Hecken oder extensiven Wiesen, sollen vielfältige Strukturen entstehen und somit die Artenvielfalt gefördert werden, erklärt Henning Böckemeier-Beckmann. Das einst so weit verbreitete Rebhuhn ist selten geworden in unserer stark agrargeprägten Landschaft. Im Eglseer Moos kann es wieder geeignete Nahrungs- und Rückzugsräume sowie Brutmöglichkeiten finden. Ebenso hofft Beckmann auf die Rückkehr des Wiedehopfs als Brutvogel, wenn sich attraktive Brutmöglichkeiten bieten und genügend Großinsekten zur Jungenaufzucht vorhanden sind.

Die Libelle führt als Symbol durch diesen vielfältigen und spannenden Naturraum, der vielen Menschen als Naherholungsraum zur Entspannung dienen soll und die Schönheit, Vielfalt und Lebendigkeit der Natur wieder etwas ins Bewusstsein bringt.

Carl Christian Beckmann stellt fest, dass der neue Rundwanderweg ein „Gewinn für alle ist“.