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Umgehungsstrassenbau fallen lassen, weil völlig aus der Zeit gefallen

Leserbrief zum Bericht “ Umgehung Haindling Eine Straße spaltet seit Jahrzehnten das Labertal“ vom 16.10.26 

 

Der Umgehungsstrassenbau ist bei rasanter fortschreitender Biodiversitäts,- Umwelt- und Klimakatastrophe völlig aus der Zeit gefallen

Weitere Flächenversiegelung für noch mehr umweltschädlichen Autoverkehr können wir uns nicht leisten 

Was wir dagegen dringend brauchen, ist ein dichteres Bus- und Bahn-Angebot

Schon viel zu oft hat der Bau neuer Strassen jeglicher Kategorien vor einem Bahnausbau den vielfachen Umstieg aufs Auto verschuldet, wo es doch genau umgekehrt gehen muss.

Wer Leute vom Auto in die umweltverträglichen Verkehrsmittel holen will, muss zur Attraktivitätssteigerung des Umweltverbundes bereit sein, bevor er neue Strassen baut.

Nötig ist eine Sanierung und Beschleunigung der Gäubodenbahn mit Verdichtung der Zugfrequenz auf einen Halbstundentakt, ebenso auf der Strecke Plattling – Straubing – Regensburg – Neumarkt, um Leute vom Auto in den Umweltverbund zu holen. 

Dahin ist das im Überfluss im Strassenbauhaushalt eingestellte Geld umzulenken.

Dass Bayerns Verkehrsminister Christian Bernreiter (CSU), sagt: „Uns fehlt an allen Ecken und Enden Geld. Es ist nicht die Zeit für immer noch mehr Leistungen,“ widerlegt er damit selbst, dass er überflüssig umweltschädlichen Strassenbau, der Umgehung Haindling aber auch der A 3, vorantreibt.

Der Überlandstrassenausbau wird nämlich bei der für ganz Bayern und Deutschland belegten ohnehin vorhandenen hohen Erschliessungsdichte überflüssig, sobald ökologisch nachhaltige Konzeptalternativen mit Vorrang von Bus und Bahn entstehen.

Mit freundlichen Grüssen 

Johann Meindorfer


Fehlendes Geld für Bus und Bahn ökologisch und sozial verwerflich und unverantwortbar

Leserbrief zu den Berichten vom 21./ 22.10.26

 

Dass Bayerns Verkehrsminister Christian Bernreiter (CSU), , sagte: „Uns fehlt an allen Ecken und Enden Geld. Es ist nicht die Zeit für immer noch mehr Leistungen“ und Bundesverkehrsminister Steffen Bilger ohne Zusage für ein Aufstocken der Regionalisierungsmittel des Bundes, dass es „nicht um Ausweitung sondern um Fortbestand des ÖPNV geht“. 

Während einer laufenden katastrophalen Klima- und Biodiversitätskrise.

Während die Automobilwirtschaft trotz Diesel-Abgasbetrug gehätschelt, mit viel Staatsknete gepäppelt und vor höheren Umweltstandards bewahrt wurde

Während man 460 Millionen € in den sechsstreifigen Ausbau der A3 Deggendorf - Hengersberg investiert, bundesweit Milliarden für noch mehr Autoverkehr und gleichzeitig, fehlt das Geld für Bus und Bahn.

Während bei den Grösstvermögenden Milliarden nutzlos geparkt sind.

Man verzichtet auf Steuererhöhungen für die Reichsten und Superreichen zur ausreichenden Finanzierung der nötigen Staatsausgaben

Man jammert der Gesamtbevölkerung vor, dass es kein Geld gibt für ein dichteres Bus- und Bahn-Angebot, für ein Deutschlandticket light, für einen für Preisstopp für das Deutschlandticket…

Während man 460 Millionen € in den sechsstreifigen Ausbau der Autobahn A3 von Deggendorf bis Hengersberg investiert, bundesweit Milliarden für noch mehr umweltschädlichen Autoverkehr und gleichzeitig fehlt das Geld für ein dichteres Bus- und Bahn-Angebot.

Das ist armselig, ökologisch und sozial verwerflich und unverantwortbar.

Mit freundlichen Grüssen 

 

Johann Meindorfer


Für besseres Busangebot in sowie besseres Bahnangebot muss mehr Geld ins System

Leserbrief zum Artikel „An der Schmerzgrenze“ vom 29.08.26

 

Die Stadtbusnutzung darf durch Auslichtung des bestehenden Halbstundentaktes für die Ausweitung in den Abendstunden nicht verschlimmbessert werden.

Die Auslichtung des bestehenden Halbstundentaktes für die Ausdehnung in den Abendstunden wäre ein zu hoher Preis 

Dass die Vorgabe von nur aufkommens- bzw. defizitneutralen Verbesserung die Spielräume für eine durchgreifende Verbesserung/Weiterentwicklung des ÖPNV-Angebots daher auf nahe Null beschränkt, liegt auf der Hand.

Es war bisher eine sehr behagliche komfortable Situation für die Stadt, dass die Defizite durch das städtische Tochterunternehmen Stadtwerke aufgefangen werden, ohne den städtischen Haushalt zu belasten.

Doch das ist keineswegs der gottgegebene Regelfall

Normalfall in deutschen Kommunen ist, dass auch der ÖPNV aus Steuermitteln finanziert wird.

Wie es auch bei Strassenbau und -unterhaltung gang und gäbe ist.

Am Ende läuft es immer wieder auf das Gleiche hinaus: Darauf, dass mehr Geld ins System muss.

Für durchgreifende Verbesserungen des Busangebots in Straubing sowie des Bahnangebots durch einen Halbstundentakt auf den Zulaufstrecken von und nach Straubing 

So wie natürlich mehr Geld ins System, in den Staatshaushalt und in die Sozialsysteme muss.

Die Finanzierung der Staatsaufgaben läuft immer wieder auf die Frage hinaus: Woher nehmen, wenn nicht stehlen – von wem also ??? 

Aus Abschöpfung von extrem hohen Einkommen von „Grösstverdienern“, deren Einkommen in keinerlei vernünftiger Relation zu den von ihnen erbrachten Leistungen steht. 

Und in krassem Missverhältnis zu demjenigen von qualifiziert arbeitenden „Normal“- oder auch „Gutverdienern“. Und die bisher nicht ihrer Finanzkraft im Verhältnis zur Gesamtbevölkerung angemessen steuerlich herangezogen wurden. 

Mit freundlichen Grüssen 

 

Johann Meindorfer

BUND Naturschutz in Bayern
BUND Naturschutz Kreisgruppe Straubing-Bogen 2. Kreisvorsitzender

stv. Sprecher BN-Landesarbeitskreis Abfall / Kreislaufwirtschaft / Ressourcenschonung

Mitarbeiter BUND-Bundesarbeitskreis Wirtschaft und Finanzen
Mitarbeiter BUND-Bundesarbeitskreis Abfall und Rohstoffe
Mitarbeiter BN-Landesarbeitskreis Wirtschaft
Mitarbeiter BN-Landesarbeitskreis Verkehr
Mitglied im Nachhaltigkeitsbeirat der Stadt Straubing

Verkehrsclub Deutschland e. V. 

Sprecher Kreisgruppe Straubing-Bogen
Sprecher Arbeitskreis Ostbayern
Beratendes Mitglied im Ordnungsausschuss der Stadt Straubing

Mitglied der Nahverkehrskommision der Stadt Straubing
Ehemaliger Schöffe am Amtsgericht Straubing

Mitglied in der SDG-Steuergrupppe der Stadt Straubing

Schulgasse 9
94315 Straubing