Straubings BN-Vize Meindorfer mit Präsentation zu Rückzug von DB Cargo aus Schrott- Mülltransporten beim BN-Landesarbeitskreis Verkehr
Mit Rückzug der Güterbahn aus der Fläche verlören Anwohner massiv an Aufenthaltsqualität
Ostbayern leidet unter zweiter S-Bahn-Stammstrecke, weil Verkehrsminister Bernreiter etwa die Halbstundentakt von und nach Straubing mangels Geld verweigert
Straubings BN-Vize Johann Meindorfer hat im Rahmen einer Präsentation zum Rückzug von DB Cargo aus Schrott- und Mülltransporten aus Ostbayern beim BN-Landesarbeitskreis Verkehr in München berichtet.
Verhandlungen des ZMS mit privaten Güterverkehrsgesellschaften zur Übernahme der Mülltransporte nach Schwandorf liefen; Klarheit darüber herrsche jedoch noch nicht.
Das durch viele politische wie behördliche Fehlentscheidungen und Fehlentwicklungen aufgeblähte Verkehrsaufkommen Strassennetz in ganz Ostbayern bekäme einen drastischen Verkehrszuwachs nicht nur auf den Fernstrassen nach Schwandorf.
„Für das örtliche Staats- und Kreisstrassennetz, die sich noch schneller abnutzen, was mit wesentlich höheren Folgekosten verbunden ist, gilt es ebenfalls,“ warnte Gernot Hartwig, der Sprecher des BN-Landesarbeitskreises Verkehr;
„Anrainer/Anwohner und Passanten der Müllumladestationen verlören massiv an Aufenthaltsqualität.“
Falls die Verhandlungen des ZMS scheitern, müssten die jährlich 350.000 Tonnen Müll durch Lastwagen transportiert werden, was rund 17.000 Sattelzug-Hin- und Rückfahrten entspreche.
Inwieweit Schrotttransporte, die über denselben Gleisanschluss laufen, mit übernommen könnten oder würden, sei eine total offene Frage mit dramatischen Auswirkungen.
In Teilen existenzgefährdend ist die Kündigung der DB Cargo auch für die Schrottbranche, weil ihre Abnehmer / Stahlwerke auf die Anlieferung per Schiene ausgerichtet sind und auch die Transportkapazitäten knapper werden, sogar die Kabotagekapazitäten.
Informationen aus der Branche zufolge könnte ganz Süddeutschland vom Rückzug von DB Cargo betroffen sein.
Der Rückzug der Güterbahn aus der Fläche und der Rückbau von intakter Güterbahninfrastruktur lässt angekündigte Klimaschutzmassnahmen nicht glaubhaft erscheinen, ist somit der Bevölkerung nicht vermittelbar und befördert insofern den grassierenden Unmut über die Politik sowie die grassierende Politikverdrossenheit.


Bei der Exkursion zur Baustelle des Tieftunnels der zweiten S-Bahn-Stammstrecke wurde die Frage aufgeworfen: Ein Mammutprojekt für ca. 11-14. Milliarden Euro - was bleibt noch für den Regionalverkehr im Rest von Bayern übrig?
Der BN fordert mehr Regionalisierungsmittel für Zugbestellungen in Bayern, welche für Verkehrsleistungen und nicht zur Finanzierung der zweiten Stammstrecke in München zu verwenden sind.
Meindorfer zieht den klaren Schluss, dass ganz Ostbayern darunter leidet, weil Verkehrsminister Christian Bernreiter etwa die Bestellung eines Halbstundentaktes auf den Zulaufstrecken von und nach Straubing verweigert – „mangels Geld“.







