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Weihnachten nicht zu einer Konsumschlacht verkommen lassen - Überkonsum schädigt Umwelt und Klima Luxus und oft überflüssige Nippes-, Deko- und kurzlebige – Mode-sowie Wegwerfartikel kosten die Welt

BIO-Einkauf, damit Weihnachten nicht zu einer Konsumschlacht verkommt, die Umwelt und Klima schädigt - kein Tierleid auf den Weihnachtstisch

Der immer frühere Earth Overshoot Day (Erderschöpfungstag) macht deutlich, dass unser Konsummodell nicht nachhaltig ist, mahnt der BUND Naturschutz (BN). An diesem Tag hat die Menschheit so viel verbraucht, wie die Erde selbst erneuern kann. Dies mache deutlich, dass unser Konsummodell nicht nachhaltig ist: Damit Weihnachten nicht zu einer Konsumschlacht verkommt, die Umwelt und Klima weiter schädigt, gibt er Umwelt-Tipps nach dem Motto: „Weniger ist Mehr“.

Man solle gerade an Weihnachten darüber nachdenken, ob wir Geschenke auf den letzten Drücker über den Versandhandel bestellen wollen. „Denn die zunehmenden Internetbestellungen führen nicht nur zu mehr Verkehr und Flächenverbrauch für riesige Logistikzentren, sie sind eine Konkurrenz für den regionalen Einzelhandel und vergrößern den Billiglohnsektor und damit die Armut. Der BN appelliert zu Weihnachten, nicht dem Konsumrausch zu verfallen und beim Schenken auch an die Umwelt und soziale Gerechtigkeit zu denken.

„Luxus und oft überflüssiges Nippes-, Deko- und kurzlebigen – Mode-sowie Wegwerfartikel kosten letztendlich die Welt,“

Die - gemeinsamen Ursachen der katastrophalen Entwicklungen, der Klima-, der Biodiversitäts- und letztendlich auch der Pandemiekrise hängen eng mit der Zerstörung der natürlichen Lebensgrundlagen zusammen. Das Ausleben masslosen Einkaufs- und Konsumverhaltens gerade auch zu Weihnachten löst ja neben der Klima- und der Biodiversitätskrise letztendlich auch das schnellere leichtere und vermehrte Überspringen von Erregern wie dem COVID-19-Virus auf Menschen aus.

Denn Lebensräume sind enger geworden, der Mensch rückt den Wildtieren durch die verstärkte verschwenderische und zerstörerische Nutzung ihrer bisher ungestörten Lebensräumen wie der Regenwälder zu nahe, zu dicht auf. Artenschwund, Klimawandel und Atomgefahren beruhten gleichermassen auf einem Übermass an und Energie- und Rohstoffhunger unserer Gesellschaft.

Dabei sind es die Ärmsten und Schwächsten dieser Welt, die aufgrund ihrer individuellen, gruppenbezogenen oder geographischen Verletzlichkeit als erste und am stärksten vom Klimawandel betroffen sind, während sich das Corona-Virus nun auch dort verbreitet – und diese Staaten über die schwächsten Gesundheitssysteme der Welt verfügen.

Ziemlich unweihnachtlich müsse es doch anmuten, sich auf Kosten der Ärmsten und Schwächsten an Nippes-, Deko- und kurzlebigen – Mode-sowie Wegwerfartikeln zu ergötzen, die in Billiglohnländern unter Missachtung grundlegender Arbeitsrechte und Umweltstandards hergestellt werden.

Der BN empfiehlt, sich im Naturkost- oder Eine-Welt Laden nach Geschenken umzuschauen. „Nutzen Sie die Möglichkeit, nicht die reichsten Unternehmer noch reicher zu machen, sondern faire Preise für gute Qualität zu bezahlen“, ruft der BUND alle auf. Natürlich sei Biofleisch nachhaltiger und besser als Fleisch aus einem Massentierhaltungsstall. Die Tiere haben Auslauf und mehr Platz im Stall, sie erhalten biologisch angebautes Futter. Das sei auch an der Qualität der Milch messbar und der Braten schrumpft nicht bei der Zubereitung. Viele Milchbauern stehen auf der Warteliste der Molkereien, um auf Bioanbau umzustellen, der Markt wächst derzeitig langsamer als die Umstellungsbereitschaft der Landwirte.

Keinesfalls solle also Tierleid auf dem Weihnachtstisch landen. Dabei bieten sich vegetarisch-leckere Rezepte mit regional und saisonal verfügbarem Bio-Gemüse als bekömmliche Alternative zu Fleischgerichten an. BIO-Zutaten für Weihnachtsbäckerei und Weihnachtsessen und fair produzierte und gehandelte Geschenke aus dem Eine-Welt- oder BIO-Laden nützten der ganzen Gesellschaft, die durch umweltbewussten Konsum von Umweltbelastungen verschont bleibe. Die Vorteile des Bio-Landbaus für Artenschutz, Biodiversität, Boden, Grundwasser, Klima und menschliche Gesundheit kämen dabei den Schenkenden wie auch den Beschenkten gleichermassen zugute. Das gelte auch bei warmen Getränken für kalte Tage, die man am besten in BIO & FAIR-Qualität kaufe.

Mit kreativer Verpackung lasse sich nach der Bescherung ein Chaos an Papier, Schleifchen und Folien aus Verpackungsmüll ersparen. „Gut, wenn Sie die Geschenke unverpackt übergeben, sie in alte Kalenderblätter, Geschirrtücher oder Kissenbezüge einschlagen oder wenn Sie Geschenksäckchen nähen. Und wenn es Bändchen sein soll: hier tut es auch der Rest Wolle oder ein Stückchen Bast,“ rät der BUND.

Der Christbaum: Bio ist die bessere Wahl, das haben die letztjährigen Untersuchungen auf Pestizide von Baumstichproben des BUND gezeigt.