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BN begrüsst verdichtete Bebauung Ittling-West - Verweis auf Erdgasleitungsnetz zu wenig

In seiner Stellungnahme zum Bebauungs- und Grünordnungsplan Ittling-West begrüsst der Bund Naturschutz (BN) die geplante verdichtete Bebauung.

Man kritisiert aber den blossen pauschalen Verweis auf Verweis auf das Erdgasleitungsnetz als rückwärtsgewandtes Festhalten am fossilen Zeitalter. Das sei zu wenig in Zeiten des galoppierend-rasant voranschreitenden Klimawandels, eines dramatischen Artensterbens infolge und der sowie der rasant voran fortschreitenden Zerstörung der Biodiversität als unser aller natürlicher Lebensgrundlagen durch viel zu hohen Energie- und sonstigem Ressourcenverbrauch.

Die „Umwelt- und Klimavorteile von Erdgas“ reduzierten sich bei Berücksichtigung der bei der bisherigen konventionellen Erdgasförderung mit weltweiten Erdgastransporten auf- und austretenden Vorkettenemissionen durch Begleitgase sowie Methanschlupf mit seiner hohen klimaschädigenden Wirkung so stark, dass der Nimbus erdgasbetriebener Energieversorgung als umweltverträgliche Energieversorgungsart rapide dahinschmilzt.

„Bei der Neuaufstellung des Bebauungs- und Grünordnungsplans ist die Energieversorgung zur sparsamen und effizienten Nutzung von Energie und zum Schutz des Schutzgüter Luft, Klima durch energieeffiziente Kraft-Wärme-Kopplung für den gesamten Gebäudekomplex und das Gesamtareal erforderlich,“ führt der 2. BN-Kreisvorsitzende Johann Meindorfer dazu aus.

Es sollten daher für Neubauten die Standards für Energiegewinn-, Aktiv- oder zumindest Nullenergie- bzw. Autarkhäuser festgesetzt werden. Die Festsetzung sollte wie folgt formuliert werden: „Neubauten müssen den Standards für Energiegewinn-, Aktiv-, Plusenergie- oder zumindest Nullenergie- bzw. Autarkhäuser genügen“. Es ist zumindest eine vertragliche Regelung dieses Inhalts erforderlich, so Meindorfer

Der Einsatz von Baustoffen ist je nach Material mit einem unterschiedlichen Energieverbrauch verbunden, z.B. wird Beton sehr energieaufwändig hergestellt und transportiert. Die Herstellung von Zement stösst rund 7 Prozent der weltweiten Kohlendioxid-Emissionen. Normaler Zement muss bei über 1.400 Grad gekocht werden. Drei Milliarden Tonnen werden davon jährlich gebraucht

Der Erstellungsenergiebedarf für Holz liege bei rund 5 − 7,5 kWh je Tonne; der entsprechende Wert liege für Zement für Beton bei einem Vielfachen davon.

Es solle daher auf bevorzugte Verwendung des nachwachsenden Werkstoffs Holz hingewirkt werden, wo immer dieser aus technischer Sicht an Stelle von energieaufwändiger hergestellten Baustoffen wie Beton eingesetzt werden kann.

Die aus energetischer Sicht nötige Dämmung solle unter Ausschluss von Materialien, für die keine ökologisch vertretbaren sinnvollen Wiederverwertungsmöglichkeiten bestehen, wie z.B. geklebte geschäumte Kunststoffe erfolgen. Alternativen hierzu seien Dämmsysteme aus heimischen Holzwerkstoffen, Altpapierschnitzeln oder nachwachsenden natürlichen Materialien wie Flachs.