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BN nimmt Stellung ...

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BN erhält Antwort von Staatssekretär Pronold, aber keine Zusage zu umfassenden ökobilanziellen Bewertungen alternativer Antriebstechniken

Erstellung entsprechender Ökobilanzen dem TUM-Campus Straubing vorgeschlagen

Nach vehementer Kritik an fehlenden Grundlagen für die Förderung und Förderpraxis für alternative Antriebstechnik der Busflotten und der kommunalen Fuhrparke erhielt der BUND Naturschutz (BN) nun Antwort vom Parlamentarischen Staatssekretär beim Bundesumweltministerium Florian Pronold.

Diese enthält aber keine Zusage zur umfassenden ökobilanzieller Bewertung der Antriebstechnologien sondern nur die Aussage„Es ist richtig und wichtig, die zugrundeliegenden Daten aktuell zu erfassen und die wissenschaftliche Bewertung stetig weiterzuentwickeln. Hieran arbeiten wir zusammen mit dem Umweltbundesamt kontinuierlich weiter“.

Inwiefern die bereits übersandte BMU-Publikation ,,Wie umweltfreundlich sind Elektroautos?“ auf Busflotten übertragbar ist, bleibe unklar.

Nachdem das Bundesumweltministerium ursprünglich geschrieben hatte, dass es nicht die Kompetenz zur vergleichenden ökologischen Bewertung unterschiedlicher Energieerzeugungstechnologien sowie ÖPNV-Antriebstechniken besitztund das Bundeswirtschaftsministerium: „…Unseres Wissens gibt es keine einheitlichen Handreichungen für kommunale Energieträger für den ÖPNV im Rahmen der Energiewende. Dies erscheint auch schwierig…“ pocht der BUND auf weiteres Tätigwerden zur umfassenden ökobilanzieller Bewertung.

Vom Bundesverkehrsminister Scheuer kam seit Monaten gar nichts.

„Die verantwortlichen Bundesministerien müssen nun Forschungsinstitute mit Untersuchungen zur ökobilanziellen Bewertung der Alternativen bei den ÖPNV-Antriebstechniken betrauen; statt staatliches Fördergeld für fast alles auszuschütten, was nicht mit Dieselantrieb fährt,“ so 2. BN-Kreisvorsitzender Johann Meindorfer.

„Intransparenz darüber, was beste ökologische Praxis ist, nützt den Anbietern von Placebo- und Pseudolösungen, den Protagonisten des Weiter-So. Das spielt Quacksalbern in Hände und öffnet ihnen Tür und Tor, sich mit rückwärtsgewandten Technologien und Infrastrukturen zu bereichern.“

Gerade weil die Technologien nicht unumstritten sind, seien als Entscheidungsgrundlage verlässliche belastbare Aussagen von offizieller Seite vonnöten, ja unerlässlich welche ÖPNV-Antriebstechnik bzw. Technologie dem Prinzip „Efficiency First“ , insbesondere jedoch der besten verfügbaren ökologischen Praxis in Gesamtsicht, am nächsten kommt.

Auch zum Thema Auswirkungen von Erdgas und Fliissiggas auf das Klima stimme ich Ihnen zu: Der Klimaschutzbeitrag von Erdgasfahrzeugen tritt deutlich in den Hintergrund“, schrieb Pronold.

„Immerhin wurde so unsere Kritik an den ständigen Empfehlungen zur Erdgas-Versorgung vielen Bebauungsplänen bestätigt, mit denen die Stadt ihr unliebsamen aber notwendigen verbindlichen Festsetzungen und Vorgaben zur sparsamen und effizienten Nutzung von Energie auszukommen versucht, weil das auch für die Gebäudeenergieversorgung zutrifft“ Meindorfer.

Er hatte auch der Stadt sowie vier Professuren des TUM-Campus Straubing vorgeschlagen sich um Forschungsaufträge zur Erstellung entsprechender Ökobilanzen zu bemühen, bisher jedoch ohne Resonanz.